Time is running away! But not for me :)

Zum Zeitpunkt meines letzten Eintrages war gerade erst mal das erste Trimester rum. Und ich verbrachte gerade Weihnachten mit meinen Mitfreiwilligen in Jinja und war dabei mich aufzumachen, um mit dem Bus quer durch Kenia und Tanzania zu reisen, um knapp zwei Wochen auf Zanzibar mit fast allen RUTS ASC Freiwilligen Urlaub zu machen und schon einen Fingerschnipser später befinde ich mich hier und schreibe nach über 6 Monaten einen neuen Blogeintrag. Ich weiß, es ist lange her, aber um ehrlich zu sein bin ich hier mittlerweile so sehr angekommen, dass ich sagen muss, dass ich hier ein neues Zuhause für mich gefunden habe und ich bei den ganzen Sachen, die ich hier erlebe einfach gar keinen Kopf für meinen Blog hatte.  Daher werde ich mich in diesem Beitrag möglichst kurz halten und euch nur eine grobe Übersicht über das vergangene letzte halbe Jahr berichten. Bei Nachfrage zu irgendetwas, schreibt mir ruhig ein Kommentar oder schreibt mir persönlich in einer Email (robinneises@gmail.com).

Auf jeden Fall ging es wie bereits im letzen Eintrag angekündigt nach einer echt extrem schönen Bescherung am nächsten Tag ab in den Bus und auf nach Zanzibar. Die Busfahrt dauerte insgesamt circa 36 Stunden, jedoch mit mehreren Stopps in Kenia und Rwanda mit zwei Übernachtungen in Mombasa und Dar es Salaam, wo wir übrigens schon auf unsere Mitfreiwilligen aus Tanzania trafen. Am nächsten Morgen ging es ab zur Fähre und wir setzten über nach Zanzibar nach Stown Town wo wir bis zum 02.01 bleiben sollten und auf die anderen RUTS Freiwilligen trafen.

Wir verbrachten die erste Woche also in Stown Town, einer kleinen Stadt direkt am indischen Ozean mit recht idyllischer Location , einer Alstadt, einem alten Fort und vielem anderen. Ich besichtige dort mit meinen Freunden die Altstadt, ein wenig den Markt, den ziemlich bekannten alten Sklavenmarkt und einiges anderes auf eigene Faust. Außerdem machte ich eine Spice Tour (Gewürztour) durch ein Waldgebiet ein wenig außerhalb der Stadt. Und natürlich Meer und Strand ohne Ende, echt mega! An Silvester fuhren wir dann alle zusammen in den Norden Zanzibars an den Strand und es gab eine direkt am Strand gelegene fette Beachparty mit Bühne, DJ`s, Drinks, Nachts schwimmen gehen und allem was das Herz begehrt ! 😀 Auf jeden Fall ein erfolgreicher geiler Abend mit der ganzen Truppe !

Am zweiten ging es dann generell in den Norden zu einem anderen Guesthouse für weitere 7 Tage. Das Programm dort war nicht recht anders als in Stonetown, allerdings mehr Strand und weniger Besichtigungen. Dafür hatte ich aber die Gelegenheit das erste Mal im Leben eine wunderschöne Schnorcheltour an der Küste Zanzibars zu machen ! Also alles in allem ein echt mega geiler Urlaub !! 😀

 

Nach der erneut langen Rückreise waren wir alle echt wieder froh zurück in Uganda zu sein. Wir hatten immer noch Ferien bevor der neue Term starten sollte. Mein Ferienprogramm bestand hauptsächlich aus unserem Ferienprojekt, der Nyumbani ya watoto foundation. Außerdem war ich noch kurz in Jinja und habe dort am Kinderheim gearbeitet. In meiner Freizeit habe ich viel Sport getrieben und hier erneut mit dem Felsenklettern angefangen und auch ein wenig African Dance. Außerdem haben wir mit unser Familie hier mehrfach groß zusammen local food gekocht. Einmal haben wir auch Burger zusammen gemacht. Das größte Highlight nach Zanzibar war für mich aber ganz klar der Tag im Wasserpark hier in Kampala. Die Jinja Freiwilligen sind mit dem gesamten Kinderheim und den Mamas nach Kampala gekommen und wir haben sie zusammen mit unseren Geschwistern hier im Wasserpark getroffen. Es war ein höhlischer Spaß, es gab ein großes Becken, ein Wasserspielplatz, Trampoline , Hamburger zum Lunch und vieles mehr und am Ende des Tages konnte man kaum sagen wer am meisten Spaß an der ganzen Sache hatte….. die Kinder, die Mamas oder wir Freiwillige ! 😀 Ein echt Hammertag, den ich übrigens zu einem Teil mitfinanziert habe dank euren großzügigen Spenden !!! Vielen Dank und schöne Grüße an alle Spender ! 🙂

 

Am Ende der Ferien hatten wir dann schließlich schon unser Zwischenseminar mit allen RUT Freiwilligen, Sambia war leider aufgrund der weiten Strecke bis nach Jinja nicht dabei. Auf dem Zwischenseminar haben wir vielerlei Dinge besprochen, unter anderem aber uns untereinander ausgetausch was so an den Einsatzstellen läuft, was man vielleicht besser machen kann, was man so noch vor hat, wie es jedem Einzelnen so bis jetzt nach dem ersten halben Jahr ergangen ist und und und….. Am Wochenende ging es natürlich auch noch zusammen raus, um das Nachtleben Jinjas zu genießen. 5 Tage ging das Ganze und es war echt schön alle wiederzusehen. Für mich war es leider allerdings das letzte Mal, dass ich manche von meinen Mitfreiwilligen gesehen habe, aber dazu später mehr.

Nach dem Zwischenseminar ging es dann montags endlich wieder nach den langen Ferien in die Schule. Frisch motiviert lief natürlich in den ersten Tagen mal wieder nicht alles ganz glatt, aber who cares ? It`s Uganda 😀 Seit dem Zwischenseminar ist meine Motivation, die eh die ganze Zeit auf sehr hohen Niveau war, nochmal mehr gestiegen und so bin ich mittlerweile zum normalen Unterricht zusätzlich auch noch fast jeden Abend ab fünf bis open end an der Duggan und hänge einfach mit den Kids nach ihrem Unterricht rum, helfe ihnen bei den Hausaufgaben, spiele Basketball, Fußball, Frisbee oder Selbstverteidigung, worauf die Kinder halt spontan einfach Bock haben. Das Einzige was leider nicht so ganz lief und läuft ist unser Schwimmprojekt, aber wir arbeiten stets daran und ich hoffe wir können noch das ein oder andere Mal schwimmen gehen.

 

 

Und schon war der zweite Term rum. In den zum Glück nicht ganz so langen Ferien habe ich eine Woche imit Noah zusammen in Jinja gearbeitet, sowohl bei EWAKA, als auch bei Friends of Sport, wo wir bereits letzte Ferien vor Weihnachten Fußball geleitet haben. Außerdem habe wir hier zuhause unseren Geschwistern zu ein wenig Schulaufgaben gezwungen 😉  und auch bei Nyumbani waren wir nochmal. Zusätzlich war ich noch ein paar Tage mit an die Gehörlosenschule und konnte endlich nochmal nach langer Zeit mit Gebärdensprache arbeiten.

Jetzt hat die Schule und somit der letzte Term begonnen und ich bin tagtäglich meistens sogar  mit Noah zusammen zweimal an der Schule, teilweise bis spät abends, da die Kinder meistens noch bis neun an der Schule sind. Wir spielen zurzeit sehr viel Basketball, aber auch Fußball oder worauf immer die Kids Bock haben. Außerdem haben wir jetzt angefangen mit der Planung eines Sportdays zwischen Duggan und der Deaf School und somit fangen wir heute an den Kindern an meiner Schule die Basics für Gebärdensprache beizubringen, damit die Kommunikation am Sportsday auch etwas einfacher funktioniert. Bin auf jeden Fall extrem gespannt was die letzten Wochen und der Sportsday Ende Juli bringen wird. Halte euch diesmal hoffentlich etwas besser auf dem Laufenden !

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Love these kids

Und zum Abschluss jetzt noch eine kurze Nachricht zu meinem Titel : „Time is running…..but not for me“. Ich wurde von meinem Verein, dem ASC Göttingen gefragt und ich habe gleichzeitig auch nachgehorscht, ob ich wohl möglich um ein weiteres Jahr verlängern darf. Seit dem Zwischenseminar habe ich bereits die theoretische Bestätigung für ein weiteres Jahr, allerdings habe ich jetzt vor zwei Tagen die endgültige offizielle Bestätigung dafür erhalten. D.h. ich werde ab Ende Juli / Anfang August nach Jinja umziehen und dort für ein weiteres Jahr hauptsächlich am Kinderheim arbeiten. Auch wenn natürlich ein wenig mit rein spielt, dass ich meine Familie und Freunde ein weiteres Jahr nicht sehe, bin ich trotzdem tierisch froh darüber !!! 😀

Schöne Grüße aus Uganda,

Robin

P.S: Da in Ewaka momentan Betten gebaut werden sollen und in naher Zukunft ein Sportszentrum mit Basketballcourt gebaut werden soll, wäre es echt mega, wenn ihr euch mal melden könntet, wenn Interesse an einer Spende vorliegen würde, Spendenquittung gibt es natürlich auch 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Merry Christmas … und schon ist das erste Drittel rum

Der letzte Eintrag hieß noch „You`re welcome at school“ und nun ist das erste unserer Trimester an den Schulen hier schon vorbei, es ist der 24.12, Heiligabend, und man hört wenn man in den Straßen Kampalas unterwegs ist überall Weihnachtslieder… hinzu kommen Temperaturen um die 26 Grad mit schönstem Sonnenschein , die das ganze nicht gerade realer wirken lassen, dass es schon Weihnachten ist. Aber bevor das ganze Weihnachtsfeiern losgeht, wollte ich nochmal kurz darüber berichten, was in der letzten Zeit alles passiert ist. Und das ist im Vergleich zum Zeitpunkt des letzten Eintrages eine ganze Menge.

Nach dem anfänglichem Hin und Her lief es dafür in den letzten Schulwochen umso besser, sowohl an der Duggan, als auch an der Bright. Der Sportunterricht macht Tag für Tag mehr Spaß, wir lernen langsam die Kinder besser kennen und auch ein paar Namen sitzen mittlerweile. Im Gegenzug werden die Schüler an beiden Schulen immer zutraulicher und respektieren größtenteils unseren Unterricht. Natürlich klappt das mit dem Unterricht bei der ein oder anderen Klasse besser, als bei anderen, aber wir sprechen hier natürlich auch über Schulkinder im Alter zwischen 7 und 16 Jahren, da ist es ganz natürlich, dass da nicht immer alles perfekt klappt 😉

Waren die letzten zwei drei Wochen für uns von ein paar Ausfällen gezeichnet und damit ein wenig mehr Freizeit, so hieß das für die Schüler gleichzeitig viel Stress mit Lernen und Vorbereitungen für die Abschlussexamen des Schuljahres. Die ganze Anspannung hat denke ich sowohl Lehrer, als auch Schüler sehr ausgelaugt. Umso mehr war es schön zu sehen, dass unser Sportunterricht da genau das Riichtige für die Kids war, um mal den Kopf ein wenig frei zu kriegen.

Bei einer Sportstunde pro Klasse in der Woche ist das zwar meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig, aber im Vergleich zu anderen Schulen dann doch schon mehr als nichts. Daher bin ich echt froh, dass ich es mittlerweile geschafft habe mein Selbstverteidigungsprojekt auszubauen. Ich gebe nun insgesamt fünf mal die Woche an drei verschiedenen Schulen in Kampala einen Selbstverteidigungskurs. Montag und Mittwoch Nachmittags trainiere ich mit tatkräftiger Unterstützung von Theresa ab 5 Uhr die zukünftige P7 an der Duggan. An der Bright trainieren wir ebenfalls zweimal die Woche sowohl die zukünftige P6 als auch P7, allerdings vormittags anstatt des Deutschunterrichtes, da wir beide der Meinung sind, dass es gerade den Mädchen hier eher etwas bringt, als das sturre Auswendiglernen von Deutschvokabeln, die sie vermutlich in Zukunft nicht brauchen werden. Schließlich gehe ich nun auch noch Donnerstag Nachmittags an die School for the Deaf in Ntinda, die Einsatzstelle meiner beiden Mitfreiwilligen Noah und Emma und gebe dort ebenfalls Unterricht an die Gehörlosen, die Lust haben. Interessant ist hierbei die Verwendung von Gebärdensprache, welche mir auch schon bereits im Vorraus Spaß gemacht hat und wo ich eine Woche lang einen Kurs mitgemacht habe, um mir zumindest einen kleinen Teil an Gebärden anzueignen. Ich hoffe, dass ich mir in Zukunft noch ein bisschen mehr aneignen kann. 🙂

Neben dem Arbeiten in der Schule sind wir an den Wochenenden zu vielerlei Festen eingeladen worden. An einem Wochenende waren wir gleich auf zwei Feiern eingeladen, einmal Samstags zur Pre-Graduation Feier der zukünftigen P1, also im Prinzip eine Einschulungsfeier mit viel Reden, Tänzen, Gedichten, Essen, anderen Aufführungen und einer Menge Geschenke für Lehrer und Schüler. Nach den lockeren 7 Stunden, die Theresa und ich dort verbracht haben, haben wir uns umso mehr auf den Sonntag gefreut, wo wir beide mit Nele, Emma und Noah auf eine Graduationfeier der Kinder von Cathy waren, die in einem Theater stattgefunden hat. Auch hier gab es viele spielerische Aufführungen und Tänze, jedoch das Highlight war eine Art Modeschau an der auch Nyankato, Nyagoma und Hope, die Kinder unserer Gastmutter Cathy teilgenommen haben.

In der letzen Schulwoche war ich mit Noah und Emma und einer anderen Freiwilligen Naia, die ebenfalls an der School for the Deaf arbeitet, auf einer Parasportssgala in Kampala, an der verschiedene sportliche Aktivitäten wie Sitzvolleyball, 100 und 200 Meter Sprint und verschiedene Fußballspiele stattgefunden haben. Die Schule meiner Mitfreiwilligen hatte gerade bei läuferichen Disziplinen die Nase ziemlich weit vorne. Es war auf jeden Fall ein toller Tag mit vielen lachenden Kindern in Bewegung 🙂

Nun ist bereits die dritte offizielle Ferienwoche angebrochen und der Schulalltag hat sich in einen Ferienalltag gewandelt. Das heißt aber nicht, dass wir nur rumlungern und nichts tun, im Gegenteil, ich war wieder ein paar Tage zu unserem alten Ferienprojekt Nyumbani und danach mit Noah über eine ganze Woche nach Jinja, wo wir sowohl in dem Kinderheim EWAKA mitgearbeitet haben, als auch bei der Sportsorganisation „FOS“ (Friends of Sports), wo wir zusammen Fußballtraining für U16, U14 und U12 Jungs und Mädels geleitet haben. Weiterhin habe ich dort einen reinen Mädelsselbstverteidigungskurs geleitet und ich bin echt immer wieder überrascht wie talentiert manche dieser Mädels sind :D.

Außerdem haben so ziemlich alle ASC Uganda Freiwillige bei PESTI Annual Sports Gala mitgeholfen und so eine super spaßige Olympiade auf die Beine gestellt, bei der über 250 Kinder an verschiedensten Stationen (Frisbee, Golf, Running Games,Kickboxen, Volleyball) bekannte und unbekannte Sportarten ausprobieren konnten. Am Ende gab es dann für jedes Team eine Urkunde und ein paar Süßigkeiten. Alles in allem also ein sehr erfolgreicher Tag mit viel Bewegung und Spaß am Sport. Hinzu kam am 15.12 eine von uns geplante Weihnachtsfeier bei EWAKA, an der viel Freunde, Bekannte und Unterstützer zusammengekommen sind und bei gutem Essen, einer kleinen Olympiade und einer Menge toller Tanzeinlagen der Kinder von EWAKA den Tag genoßen haben.

Abschließend haben wir in unserer Freizeit noch einiges anderes angestellt. Am Wochenende vor dem 05.11 waren wir alle zusammen am Viktoriasee und haben uns anschließend einen schönen Abend mit essen gehen und ein wenig was trinken gemacht und in meinen 20ten hineingefeiert. Dann habe ich zusammen mit Lucas angefangen das Baumhaus bei EWAKA wieder zu reparieren und wir haben für die WG in Jinja eine Sitzecke gebaut. Am 02.12 war dann Jespers 19er Geburtstag, den wir in Jinja in einem großen Kreis mit Freunden und bekannten Lehrern gefeiert haben. Außerdem hatten wir vor kurzer Zeit ein großes Essen zusammen mit Cathy und ihren Kindern. Wir haben alle zusammen viel Leckeres wie Matoke, Reis, Bohnen, Chicken usw. gekocht und uns einen schönen Nachmittag zusammen gemacht.

Bevor es morgen dann auf eine lange Busreise nach Sansibar geht, genießen wir die Weihnachtsfeiertage hier in Jinja und feiern zugleich Maries Geburtstag. Heute Abend findet dann noch ganz weihnachtlich Bescherung statt (haben im Vorraus gewichtelt) und das ein oder andere Bier zusammen getrunken.

Ich wünsche euch auf jeden Fall frohe Weihnachten und schon mal nen guten Rutsch ins neue Jahr ! 🙂

Schöne Grüße,

Robin 😉

Tukwaniliza kusomelo – You`re welcome at school

Leider sind jetzt schon gute sechs Wochen seit meinem letzten Eintrag vergangen und eigentlich war der Plan mehr oder weniger regelmäßig alle zwei oder drei Wochen etwas zu veröffentlichen, aber wie ich schon festgestellt habe, kann hier in Uganda ein Plan auch mal nicht so optimal und schnell ablaufen wie man das gerne hätte. Und genau das ist auch der Grund weshalb ich jetzt erst über die ersten Schulwochen berichte, denn der anfänglich geplante Schulalltag kam dann doch ganz anders als erwartet.

Zunächst haben wir erwartet, dass Theresa und ich wie unsere Vorfreiwilligen Isabell und David an zwei Primary Schools gehen werden, einmal die Sister Miriam Duggan School und einmal die Bright Community School, aber das wurde dann schon in der ersten Woche umgeändert, da es wohl einige Schwierigkeiten im letzten Jahr an der Bright gegeben haben soll, weswegen die Schule gekickt wurde.

Nun ja, dachte ich mir , dann gibt es halt eine ganz neue Schule, nämlich die WinterLand Primary School, in der wir die ersten Freiwilligen sind und alles quasi auf unsere Weise neu aufbauen können, also im Grunde genommen eine tolle Möglichkeit 🙂

WINTERLAND_PRIMARY_DAY_AND_BOARDING_SCHOOL

Aber dieser Plan sollte dann doch schief gehen….. es fehlt jegliche Struktur von Sportunterricht. Das einzige was es gibt, ist eine zwanzig minütige gemeinsame Sportstunde dienstags und donnerstags morgens mit der gesamten Schule in einer viel zu kleinen Aula, wobei die Schüler auf Musik etwas rumhüpfen sollen…. Daher dachten wir uns, dass wir ja dann P.E. (Physical Education) neu einführen können mit nur einzelnen Klassen, da die Schüler in einer teilweise 50 Stunden Schulwoche definitiv mehr Bewegung brauchen, als nur 40 Minuten in der Woche. Allerdings haben unsere vielen Gespräche und Bemühungen das durchzusetzen nicht geklappt und somit konnten leider wir keinen Sportunterricht einführen :/  Das einzge was dabei schlussendlich rumgekommen ist, dass wir über zweihundert Schüler nach offiziellem Unterrichtsschluss für eine halbe Stunde P.E. bekommen haben…

Dann wollten wir wenigstens versuchen während der regulären Unterrichtszeit den anderen Unterricht zu unterstützen und den Lehrern etwas unter die Arme zu greifen, jedoch unterscheiden sich an der Schule die Ansichten des Direktors und der Lehrer gewaltig, inwiefern sie Hilfe haben möchten, denn auch dieser Plan endete damit, dass Lehrer zum Direktor gegangen sind, um sich bestätigen zu lassen, dass wir auch wirklich gerade ihren Unterricht unterstützen sollen, weil sie unsere Hilfe eigentlich gar nicht wollen. Daher haben Theresa und ich uns einheitlich dazu entschieden die Schule zu kicken, da eine halbe Stunde P.E. in der Woche einfach zu wenig ist und die Schule unsere Hilfe nicht so wirklich brauch und will….

 

In der Zwischenzeit sind wir Montags und Donnerstags wie unsere Vorfreiwilligen zu der Sister Miriam Duggan School gegangen, ein wahrer Lichtblick im Vergleich zu dem Trubel mit der anderen Schule, und haben dort angefangen P.E. und I.C.T (Computerunterricht) zu geben. Hier haben wir anfänglich montags die P4 und P5 und Donnerstags die P6 und P7 in Sport und in I.C.T. unterrichtet. Und ich muss sagen, dass die Erfahrungen an dieser Schule genau das sind , was ich mir vorgestellt habe, denn es macht einfach nur Spaß mit den Kids Sport zu machen, sowohl sie zu unterrichten, als auch selbst mitzumachen 🙂 Und auch die Lehrerschaft, die überwiegend aus noch ziemlich jungen Lehrern besteht, ist einfach klasse drauf. Da wird auch mal die ein oder andere Pause mit den Lehrern und Kids zusammen Fußball oder Frisbee gespielt 😀 mega spaßig !

Da uns die Duggan so sehr gefällt, haben wir voerst anstatt eine neue Schule zu suchen, uns darum bemüht so viele Stunden und Projekte an der Duggan zu bekommen wie möglich, was wieder nicht ganz einfach war und viel Diskussion und Geduld und noch ein zehntes Mal nachfragen erfordert hat, aber machbar war 🙂

Mittlerweile haben wir drei Tage anstatt nur zwei und noch zusätzliche Nachmittagsprojekte in Arbeit oder schon begonnen. Der Montag ist geblieben wie er ist, am Dienstag haben wir jetzt zusätzlich P.E. Unterricht mit der P2 und P3 bekommen und nachmittags führen wir das erst kürzlich von unseren Vorfreiwilligen begonnene Schwimmprojekt weiter bzw. wir haben es neu in einem anderen Schwimmbad begonnen, damit wir den Kindern eigenhändig Schwimmen beibringen können. Donnerstags haben wir noch zusätzlich zu P6 und P7 die P1 bekommen und damit jetzt alle Klassen in P.E. abgedeckt. Außerdem steht ein Basketballprojekt in Planung und ich habe wie bereits vorher davon geträumt, ein Selbstverteidigunsprojekt mit der P6 gestartet (Hierbei schöne Grüße an meinen Heimatsverein 😉 ). Also alles in allem hat sich unsere Geduld auf jeden Fall bezahlbar gemacht 🙂

Schließlich haben wir vor zwei Wochen beschlossen die Bright Community School wieder mit ins Boot zu nehmen, d.h. wir haben den freien Mittwoch und Freitag dort aufgefüllt und unterrichten dort P.E. und Deutsch. Da wir dort noch nicht so lange sind, gibt es dazu noch nicht so viel zu berichten, aber wir wurden dort überschwänglich positiv begrüßt und der Unterricht macht dort bis jetzt ebenfalls mega Spaß, also noch nichts von irgendwelchen Problemen zu merken 🙂

 

Abschließend kann ich noch sagen, dass ich immernoch mega froh bin hier sein zu dürfen und es von Tag zu Tag besser wird, sowohl das Arbeitsleben, als auch die freie Zeit am Wochenende 🙂 Auch der enge Kontakt zu unseren Mitfreiwilligen in Jinja macht die Zeit hier zu etwas besonderem, denn wir besuchen uns gegensseitig fast jedes Wochenende und feiern zusammen, unternehmen zusammen etwas oder arbeiten zusammen. Das vergangene Wochenende zum Beispiel waren wir wieder in Jinja und haben eine Wandertour durch den tropischen Mabira Forrest gemacht, das war echt ne tolle Tour ! Außerdem hatte Nele am Montag Geburtstag, was wir natürlich schön zusammen gefeiert haben 😉

Dadurch das hier Examen waren, hatte ich Montag und Dienstag frei, was ich aber nutzen konnte, um die Schulen der Jinja Leute besuchen zu können und dort und bei Ewaka mitarbeiten zu können, was mir immer wieder unglaublich viel Spaß macht mit den Kids dort 🙂

Auf jeden Fall bin ich gespannt was die nächste Zeit noch mit sich bringt, wir haben schon ein paar Sachen in Planung 😉

Viele Grüße aus Uganda,

Robin

Nyumbani ya watoto

Jetzt sind schon die ersten vier Wochen rum und es kommt einem so vor als wäre man erst gestern hier angekommen und gleichzeitig als wäre man schon ewig hier. In dieser Zeit hat sich natürlich auch einiges neues getan wovon ich euch gerne berichten möchte.

Wie bereits in meinem letzten Eintrag erwähnt, haben die Kinder hier noch bis zum 16.09 Schulferien, weshalb wir bis jetzt noch nicht in unseren Hauptprojekten arbeiten konnten. Daher haben wir ein neues Projekt mit überwiegend Straßenkids in der „Nyumbani ya watoto foundation“ gestartet. Zu Beginn herrschte noch keinerlei Struktur, da das Projekt nicht nur für uns, sondern auch für die Kids was ganz neues war, denn bisher gab es wohl schon mal eine Freiwillige, die in dieser Foundation war, wovon die Kids jedoch anscheinend nicht viel hatten. Umso schöner war es nun zu sehen, dass die Kids nach einiger Zeit bemerkt haben, dass wir nicht wieder irgendwelche Weißen sind, die zwei dreimal vorbeischauen und dann wieder weg sind, sondern dass wir wirklich mit Kontinuität von Montag bis Freitag morgens um 10 Uhr erscheinen und mit ihnen mehrere Stunden Zeit verbringen.

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Fangen spielen mit den Kids

Die ersten paar Tage im Projekt waren von der Organisation noch relativ holprig, da wir uns selbst erst mal zu Recht finden und uns einen Überblick über die Möglichkeiten, die wir hier haben, schaffen mussten. Auch haben wir einige Dinge über die Kids festgestellt, wie beispielsweise, dass die Kinder nicht alle ein Alter haben, sondern, dass die Jüngsten  schätzungsweise 1 bis 2 Jahre sind und die Ältesten um die 12 bis 16 Jahre, was die Planung eines Programmes noch mehr erschwert. Außerdem sind fast täglich andere Kinder vor Ort, sodass gerade das genauere Kennenlernen sich als schwierig gestaltet. Mittlerweile hat sich jedoch eine Gruppe von circa 10 bis 15 Kindern ergeben, die neben ständig neuen Kids eigentlich immer anwesend ist, was gerade das Erlernen der Namen etwas vereinfacht hat 😉

Nach der ersten Woche haben wir dann damit begonnen etwas Struktur reinzubringen und damit gestartet, dass wir immer gegen 10 Uhr morgens ins Projekt gehen und dann den Tag mit einer German Class beginnen. Anschließend folgen verschiedenste Aktivitäten die entweder in Richtung P.E. (Physical education) gehen oder aber einfach in die Richtung, dass wir für die Kids da sind, uns ein wenig mit ihnen bewegen und mit ihnen die Zeit bei einem Kartenspiel oder sonst etwas verbringen. Wir haben gemerkt, dass es den Kindern total egal ist wie gut oder wie schlecht das ist was wir mit ihnen machen, ob das komplett durchgeplant oder total spontan ist, ob es anstrengende Bewegungen sind oder einfach ein entspanntes Kartenspiel, es ist alles egal für sie…. das Wichtigste ist, dass wir Zeit mit ihnen verbringen und für sie da sind und genau derselben Meinung sind wir auch 🙂 Und genau so läuft unser Projekt seit dem auch. Es ist entspannt und doch gleichzeitig anstrengend und es macht mir einfach nur Spaß zu den Kids hinzugehen und mit ihnen etwas zu unternehmen, sei es Punkt für Punkt durchgeplant oder nicht.

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Erstes Mal German Class – die Kids lernen erste Begrüßungsfloskeln wie Guten Morgen, Mein Name ist u.a.

Nun, mittlerweile sind schon einige Dinge zusammengekommen, die wir mit den Kids gemacht haben. Die German Class wird in Abhängigkeit davon, ob genügend Kids pünktlich anwesend sind, relativ regelmäßig weitergeführt, wobei sie bis jetzt eher einfache Dinge wie Zahlen, Tiere, Früchte usw. gelernt haben. Hierbei kam es sogar bei dem Erlernen der Früchte zu gewissermaßen musikalischen Höchstleistungen 😀 dank eines kleinen Songs, den Emma zu großem Spaß der Kinder eingeführt hat.

Mit den Älteren haben Noah und ich bereits einige Male Fußball gespielt und auch Handball durften sie unter Emmas und Noahs Leitung kennenlernen. Der absolute Favorit im Moment ist allerdings das Spielen mit meiner kleinen Frisbee, die ich aus Deutschland mitgebracht habe. Vielleicht werde ich ihnen in der kommenden Zeit mal „Ultimate Frisbee“ etwas näher bringen.

Zum Abschluss der Ferien hat sich Noah noch etwas nettes ausgedacht, und zwar haben wir auf unserem morgigen Fußmarsch zum Projekt eine riesige Wassermelone gekauft und sie zum großen Spaß der Kids gemeinsam gegessen. Das war ein echt schönes Erlebnis, denn die Kids haben beim Essen richtig gestrahlt 🙂

Schließlich kann ich bis jetzt sagen, dass es mir immer mehr Spaß macht hier zu sein, im Projekt arbeiten zu können und die Möglichkeit zu haben viele neue Menschen kennenzulernen, wobei wir sogar schon von Mitkolleginnen im Projekt zum Essen eingeladen worden sind, was deutlich zeigt wie nett und gastfreundlich die Menschen sind.

 

Zum Abschluss möchte ich noch ganz kurz ein mir wichtiges Thema ansprechen. Wir leben hier ja mit einer Art Gastfamilie zusammen, wobei wir echt richtig froh sind mit  Mama Cathy zusammenleben zu dürfen. Das Problem ist nun allerdings, dass sie neben ihren eigenen gebürtigen Kindern auch noch andere Kinder warmherzig aufgenommen hat und auch sie alleine groß zieht. Dabei arbeitet sie den ganzen Tag hart, um alle durchzufüttern und den Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen. Der Punkt ist nun jedoch, dass es dieses Jahr mit der Finanzierung der Schule für ein Kind ein Problem gab. Natürlich haben wir Freiwillige sie da nicht hängen gelassen und ihr die nötige Unterstützung zukommen lassen. Damit ihre Kinder aber in Zukunft auch weiter gut abgedeckt sind, wollte ich mich mal bei euch erkundigen, ob jemand vielleicht dazu bereit wäre eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen oder ob jemand jemanden kennt, der offen für eine Partnerschaft wäre. Daher bitte ich euch, bei Interesse meldet euch einfach bei mir per Email : robinneises@gmail.com

 

Auf jeden Fall wünsche euch schöne Grüße aus Uganda und werde euch versuchen fleißig weiter zu berichten, was ab nächster Woche in der Schule so abgeht 😉

Ab geht`s nach Uganda

Nach der vielen Vorbereitung, den zwei sehr coolen Vorbereitungsseminaren (über die ich leider aus Zeitgründen jetzt nicht mehr schreibe) und der ganzen Hektik zwecks  letzten Regelungungen und dem Packen des Koffers, war es dann nun endlich soweit. Am 17.8 standen wir nun am Flughafen in Frankfurt und sollten uns auf die Reise nach Uganda machen. Ein ganzes Jahr. Da blieben die ein oder andere Träne bei dem Abschied auch nicht aus, aber allem in allem freuten wir 8 ASC Freiwillige uns schon sehr auf das kommende spannende Jahr, als wir uns schließich in den Flieger setzten.

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Nach schließlich 11h Flugzeit, zwei Zwischenstopps und einmal Umsteigen sind wir alle ziemlich müde nachts am Flughafen in Entebbe angekommen. Von dort aus ging es dann direkt weiter mit den Flughafentaxis nach Kampala, wo wir dann alle endlich in ein Bett fallen konnten.

Darauf folgten dann drei Tage in Kampala voller neuer Eindrücke mit den verschiedensten Aktivitäten, unter anderem Sim-Karten besorgen, local food probieren, den Tempel of Baha`i besuchen, Einkaufen in der Acacia Mall, Erkunden des vollbelebten Owino Markets und der Abholung unserer Working Permits beim Immigration Office und vieles mehr…. wobei unser Schlaf das ein oder andere mal auch zu kurz kam 😉

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Wir 8 ,,ASC Uganda Freiwillige“ vor dem Temple of Baha`i

Unsere stetigen Begleiter in dem ganzen Trubel und Chaos auf den Straßen Kampalas sind, neben Ubers (Autotaxis) und Matatus (Bussen), sogenannte Boda Bodas (Motorradtaxis) mit denen man zwar oft sehr abenteuerlich unterwegs ist, dafür aber auch am schnellsten und sehr ,,galant“, da die riesigen Straßenlöcher manchmal doch sehr wendiges Fahrverhalten benötigen. Auf jeden Fall werde ich mich nie wieder über unsere ,,schlechten“ Straßen in der Eifel beschweren 😀

Montag ging es dann nach verzögertem Erhalt unserer Working Permits nach Jinja, wo wir ein Projekt der vier Jinja Freiwilligen (Nele, Marie, Lucas & Jesper) kennenlernen durften, nämlich Ewaka, ein Kinderheim, dass unsere Projektmanger Eva und Jonas aufgebaut haben, um Kindern ein ,,Ewaka“ (lug. für Zuhause) zu schenken. Dort haben wir die Kinder von Ewaka kennengelernt und mit ihnen zum Beispiel Fußball, Badminton und vieles mehr gemacht.

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Marie und Theresa mit Kids von Ewaka am Nil

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Seite des Hauses von Ewaka

 

Am nächsten Tag ging es dann für uns Kampala Freiwillige (Theresa, Emma, Noah und mich) schon wieder zurück nach Kampala, wo wir dann am Donnerstag und Freitag ein ganz neues Projekt mit Straßenkids allen Alters angefangen haben, mit denen wir jetzt, wo noch Ferien hier sind, sportliche Aktivitäten wie Fußball , Fangen und Ballzuwerfen gespielt haben. Da das Projekt erst ganz neu ist, haben wir die Möglichkeit selbst Struktur in das Ganze reinzubringen und viel Eigeninitiative einzuführen. Wir haben auch schon einige Ideen, wie z.b. eine Eröffnung eines Deutschkurses, aber viel kann ich euch nach zwei Tagen noch nicht darüber berichten, aber ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten.

Schöne Grüße Robin